•  Notfallseelsorge-Pixabay-fsHH-Slider.jpg
  •  web_laufleiste_2019_spring-2019037_by_felixmittermeier_cc0-gemeinfrei_pixabay_pfarrbriefservice.jpg
  •  kleve-Pixabay-Derks24-Slider.jpg
  •  web_laufleiste_2019_092_by_doris_schug_pfarrbriefservice.jpg

Peter Bromkamp ist neuer Koordinator für die katholische Notfallseelsorge

Wortgottesdienst zur Einführung mit Kreisdechant Propst Johannes Mecking

Wenn Peter Bromkamp von Polizei oder Rettungsdienst angerufen und zu einer Adresse geschickt wird, dann wird er vor Ort auf Menschen in Ausnahmesituationen treffen. Menschen, die gerade einen Angehörigen verloren haben, oftmals ohne jegliche Vorwarnung, durch einen Unfall etwa. Manche wollen reden, andere schweigen, wieder andere ihre Wut herausschreien. Peter Bromkamp bleibt dabei an ihrer Seite, er ist Notfallseelsorger.

Ab Donnerstag, 1. April, wird der aus Datteln stammende Pastoralreferent die Notfallseelsorge am Niederrhein, also in den Kreisen Kleve und Wesel, koordinieren. In sein neues Amt wurde er am 21. März in einem ökumenischen Wortgottesdienst in Kevelaer durch Kreisdechant Johannes Mecking eingeführt. Gleichzeitig wurde Yvonne Pohle als ehrenamtliche Notfallseelsorgerin vorgestellt. „Ich bin sehr dankbar, dass sich die Notfallseelsorge alsZweig kirchlicher Arbeit in den zurückliegenden Jahrzehnten so fest etabliert hat. Notfallseelsorge ist ein Grundbestandteil des Seelsorgeauftrages unserer Kirchen geworden und dies in einem guten ökumenischen Miteinander“, sagte Mecking bei der Einführung.

Bromkamp beschreibt seinen Dienst als „erste Hilfe für die Seele“ für Menschen, denen gerade der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. „Wir sind direkt in die Rettungskette eingebunden
und unsere Aufgabe ist es, in den ersten Stunden für die Menschen da zu sein, die gerade eine persönliche Katastrophe erleben“, erklärt er. Dabei spiele es weder eine Rolle, welcher Konfession sie angehören noch, ob sie überhaupt gläubig sind. „Die Menschen sind meistens einfach froh, wenn wir da sind“, hat er erfahren.

Seine Aufgabe als Koordinator der Notfallseelsorge wird es sein, das ökumenisch aufgestellte Team, zu dem viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gehören, richtig einzusetzen und auch den Kontakt zum Rettungswesen, zur Polizei und den Leitstellen zu halten. Erfahrung darin hat er bereits in Recklinghausen gesammelt, wo er die Notfallseelsorge seit fünf Jahren koordiniert.

Quelle: PBM

Statistik Erstanfragen

Notfallseelsorge zieht Bilanz: 83 Erstalarmierungen im Jahr 2020

Statistik Erstanfragen

Notfallseelsorge zieht Bilanz: 98 Erstalarmierungen im Jahr 2018!

Die ökumenische Notfallseelsorge im Kreis Kleve zieht Bilanz: 98 Mal wurden Notfallseelsorger im vergangenen Jahr alarmiert, um „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten.  Damit hat sich die Zahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20% erhöht. In Berichten über größere Unfälle oder andere tragische Ereignisse ist es selten mehr als eine Randnotiz: „Notfallseelsorger waren vor Ort“, heißt es meistens knapp. Es ist ein stiller, aber wichtiger Dienst, den rund 35 Notfallseelsorger im Kreis Kleve leisten.

Sie werden gerufen bei Unfällen, erfolglosen Reanimationen, Suiziden, sie betreuen Ersthelfer und begleiten den Opferschutz der Polizei, wenn Angehörigen eine Todesnachricht überbracht wird. Notfallseelsorger bleiben, wenn Rettungskräfte wieder aufbrechen müssen. Sie leisten „Erste Hilfe für die Seele“. Menschen, die mit Notfallseelsorgern in Kontakt kommen, befinden sich in akuten Belastungssituationen. Nahe Angehörige sind nach einem plötzlichen Todesfall häufig überfordert. Während sie versuchen, das gerade Geschehene zu verarbeiten, sind um sie herum Rettungskräfte, Notarzt und Polizeibeamte im Einsatz. Notfallseelsorger begleiten die Betroffenen, erklären in solchen Situationen die Abläufe, versuchen Struktur in ein plötzliches und unerwartetes Gefühlschaos zu bringen und begleiten auf Wunsch von Angehörigen den Abschied von Verstorbenen.
Seit drei Jahren engagieren sich zusätzlich auch Ehrenamtliche als Notfallseelsorger.

Seit ihrer Gründung im Kreisdekanat Kleve und Kirchenkreis Kleve vor 20 Jahren ist die ökumenische Notfallseelsorge an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar und wird von der Leitstelle des Kreises Kleve für Feuerschutz und Rettungsdienst oder von der Leitstelle der Kreispolizei Kleve alarmiert. Die Mitarbeiter der Feuerwache Goch haben die Rolle der Einsatzvermittlung übernommen. Die beiden Koordinatoren der Notfallseelsorge, Diakon Berthold Steeger (katholische Kirche) und Pfarrerin Sabine Jordan-Schöler (evangelische Kirche), organisieren für das Notfallseelsorgeteam regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen. Denn auch die Seelsorgenden brauchen manchmal Hilfe, um mit dem im Einsatz Erlebten klar zu kommen. Weitere Informationen: www.notfallseelsorge-kleve.de.

Erfahrungsaustausch auf dem Flughafengelände im Juni 2018 in Weeze

Anfang Juni 2018 trafen sich die haupt- und ehrenamtlichen Notfallseelsorger des Kreises Kleve auf dem Flughafengelände Weeze-Laarbruch zum Erfahrungsaustausch.

Save the date - Notfallseelsorge-Gottesdienst am 26.11.2017

In regelmäßigen Abständen feiert die ökumenische Notfallseelsorge für Angehörige, Betroffene und Augenzeugen, für Mitglieder von Hilfs- und Rettungsorganisationen, Feuerwehr und Polizei und für Menschen aus Kirche und Öffentlichkeit ökumenische Gottesdienste. Der nächste Gottesdienst ist am Sonntag, 26. November 2017 um 17.00 Uhr in der Clemenskirche Klostergarten Kevelaer. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Musikgruppe Horizonte aus Kevelaer begleitet.

Der letzte Gottesdienst fand am 07.03.2013 statt.

Der Notfallseelsorge-Gottesdienst ist eine Gelegenheit, der verstorbenen Angehörigen und der Opfer zu gedenken. Im Gottesdienst steht auch die den Christen gemeinsame Hoffnung im Mittelpunkt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Alle, die freiwillig oder beruflich helfen und retten, sollen für ihren Dienst gestärkt und ermutigt werden.
Nach dem Gottesdienst ist Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen.

Besondere Feuerwehr-Auszeichnung am 03.07.2017 für Berthold Steeger und Hubert Lemken

Mit einer besonderen Auszeichnung wurden beim 125-jährigen Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr in Uedem Anfang Juni 2017 Berthold Steeger, Diakon, und Hubert Lemken, Geschäftsführer des Kreisdekanates Kleve, für ihr langjähriges großes Engagement in der Koordination der Notfallseelsorge im Kreis Kleve geehrt. Die Ehrung wurde von Kreisbrandmeister Reiner Gilles vorgenommen.

Diakon Berthold Steeger wurde das Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber verliehen. Das silberne Feuerwehr-Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes wird u.a. für hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen an Personen verliehen, die der Feuerwehr angehören. 
Hubert Lemken erhielt die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens. Diese Auszeichnung erhalten Personen, die nicht der Feuerwehr angehören.

Die Idee der Feuerwehr- und Notfallseelsorge entstand 1998 auf Anregung des damaligen Kreisbrandmeisters in einem Kreis von Pfarrern und anderen kirchlichen Mitarbeitern, die neben ihrem Hauptberuf auch im Rettungsdienst oder bei Feuerwehren tätig waren oder sind. Dahinter stand der Gedanke, den Menschen, die als Betroffene, Angehörige oder auch Einsatzkräfte mit Notfällen in Berührung kommen, nicht nur kompetente medizinische, sondern auch menschliche und seelsorgliche Hilfe anzubieten.

Für die Organisation der Notfallseelsorge im Kreis Kleve ist seit 1999 eine ökumenische Koordinierungsgruppe zuständig. Hierzu gehören auch Diakon Berthold
 Steeger aus Kevelaer-Wetten als Koordinator für das Kreisdekanat Kleve und Hubert Lemken vom Büro des Kreisdekanates Kleve.

Kontakt

Ökumenische Notfallseelsorge
Kreis Kleve

Kreisdekanat Kleve
Wasserstraße 1
47533 Kleve
Telefon 02821 72150
E-Mail kontakt@notfallseelsorge-kleve.de
Internet www.kreisdekanat-kleve.de

Ev. Kirchenkreis Kleve
Nierstraße 1
47574 Goch
Telefon 02823 94440
E-Mail superintendentur.kleve@ekir.de
Internet www.kirchenkreis-kleve.de

Spendenkonto

Kreisdekanat Kleve
IBAN DE52 3245 0000 0030 0053 00
BIC WELADAD1KLE bei der Sparkasse Rhein-Maas
Verwendungszweck: Ökumenische Notfallseelsorge